[zwischenstand] ubuntu 8.04 im produktiven (web)einsatz

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nach nun etwa zwei wochen ist es zeit für einen kleinen zwischenstand.
ich habe mit ubuntu ein paar probleme gehabt bzw. maches ist mir noch nicht ganz klar. ich denke aber das hier einfach meine beschränkte erfahrung mit linux als dektop system das eigentliche problem ist.

ubuntugirl.jpg

so gut wie alles was ich unter ubuntu angefangen, gesucht oder ausprobiert habe funktionierte. it just works!
ob ich nun windows software mittels wine oder mit der virtuellen betriebssystemumgebung virtualbox zum laufen gebracht habe. oder mich auf eine vielzahl und gefühlten unendlichen programmen stützte. es hat eigentlich immer funktioniert. man fühlt sich richtig gut wenn man mit linux arbeitet. es macht was es soll und man kann wirklich alles einstellen (wenn man es denn will). kurz vor meinem umstieg startete peter kröner ein sehr interessant geschriebene artikelserie zum thema “als webdesiner/grafiker unter linux arbeiten” (link). das hat mir viele sachen erklärt, bzw neue gedankenanstöße geliefert. vielen dank dafür peter! auch das deutschsprachige forum ubuntuusers.de war mehr als hilfreich. mit ein bischen ausdauer/gehirnschmalz kann meiner einschätzung nach jeder der will von firma winzigweich weg kommen. aber darum geht es hier nicht.

weiterlesen?

ftp client und extra ssh tool?
mit ubuntu kann ich sehr angenehm direkt auf unseren servern arbeiten. dazu kann man sich vollkommen ohne ftp client über den dateimanager “nautilus” mit servern verbinden. versucht doch mal unter windows direkt vom windows explorer aus eine verbindung per ftp, sftp, ssh oder webdav auf zu bauen. ubuntu – keine problem. man öffnet die dateien mit einer beliebigen anwendung als wären sie lokal geöffnet. beim speichern schreibt die anwendung also auch dirkt auf dem server. man legt bookmarks an um auf die verschiedenen server jederzeit zugreifen zu können. sehr schön. das spart nicht nur den ftp client sondern auch tools wie zb winscp.

wer braucht putty?
mit dem terminal von meinem betriebssystem öffne ich jede session zu jedem beliebigen ziel. mein system “spricht” ja die gleiche sprache wie der server im netz. was liegt also näher als eine verbindung aufbauen zu können?

ich will bling-bling
bei meinem letzten linux test vor ein paar jahren störte mich der langsame desktop. ausserdem sah der nach wenigen tagen eher langweilig aus.
pustekuchen, denn ubuntu kommt mit compiz fusion im gepäck. das bringt 3D effekte von denen vista nur träumen kann. und auch hier kann der anwender wieder alles einstellen. und selbst ohne die spielereien kann der desktop komplett verändert werden. ob man nur das iconset austauschen will oder den menus ein anderes aussehen verpassen möchte. ganz egal, ubuntu macht es einem wirklich einach. ich lade zb ein iconset von gnome-look.org (für kde zb bei kde-look.org) runter. wenn ich das erscheinungbild anpassen möchte klicke ich oben im menu aus “system > einstellungen > erscheinunsbild” und ziehe mein iconset in dieses feld. will ich das neue theme benutzen? ja, fertig. genau so mit fenstern oder hintergrundbildern etc. ganz ohne zusätzliche software.
ein schöner übersichtgebender artikel findet sich hier. ich möchte auf diesen punkt jetzt lieber nicht weiter eingehen denn sonst müßte ich am ende auch den titel dieses beitrags ändern.

was ist mit photoshop?
ja was ist denn damit? mit der software wine kann man zumindest die letzten versionen laufen lassen. cs2 läuft und ist erstaunlich performant. aber mal ehrlich, welche funktionen benutzt ihr davon wirklich? hand aufs herz! für sehr viele von euch ist das nur ein must have tool mit dem man bilder skaliert und ein wenig retuschearbeit macht. ich will jetzt gar nicht das böse wort gimp sagen, deshalb schaut euch beim arbeiten einfach mal zu. die meisten aufgaben erledigen andere programme. selbst die googel software picasa kann bilder zuschneiden und ein paar andere jobs erledigen.
und für alle denen das tool doch unabdingbar ist gibt es zwei funktionierende lösungen: wine oder virtuelle umgebung. beides funktioniert, beides hat vor und nachteile, aber es bringt das erwünschte ergebniss.

dreamweaver habe ich nicht zum laufen gebracht, da ich keine alte version davon hatte. also läuft diese software “nur” in der virtuellen umgebung. als ersatz bearbeite ich derzeit die dokumente mit dem tool kompozer, einem nvu nachfolger der eine menge features hat. ich finde zwar dreamweaver nach wie vor besser ud für große projekte sicher das besser geeignete tool. für die vielen kleinen eingriffe die man täglich zu machen hat, ist das tool aber die geschicktere wahl. und wenn ich auf einem server per ssh arbeite, öffne ich den quellcode meist direkt mit einem editor (joe oder nano).

ubuntu_sexy.jpgsurfen mit firefox oder opera. mails abrufen, wie gewohnt mit thunderbird. musik hören mit audicious. remote desktop verbindungen zu windows rdp oder vnc aufbauen über den terminal server client oder ein tool namens gnome-rdp. skype und pidgin gibt es beide als linux version. den dateimanager “total commander” gibt es als klon namens “krusader”. und überhaupt scheint die linux welt sehr dicht zusammen zu rücken wenn man ein problem hat.
ich fühle mich richtig gut aufgehoben. selbst wenn man keine ahnung von den ganzen befehlen hat die man in die konsole hämmert, so macht es doch unheimlich eindruck. man bekommt ein wirklich gutes gefühl davon was es heist “mit einem computer zu arbeiten”. es scheint so als könne man ohne einen cent geld in der tasche, jede software umsonst nutzen. denn anders als in der windows welt, die von shareware geprägt ist, gibt es hier unzählige foren und webseiten mit tools und programmen. man sucht eine möglichkeit wie man mit einem scanner dokumente nach dem scan direkt als PDF speichern kann? tja, da hat sich jemand schonmal gedanken gemacht und ein passendes tool geschrieben. ich will ja nicht sagen das es das nicht auf unter windows gibt, ABER und das sage ich wirklich nicht leichtfertig, was ist wenn das programm noch ganz andere aufgaben erledigt? schließlich kann ich nicht in die .EXE reingucken. bei opensource ist das anders. ich kann mir auf meinem computer das tool sogar selbst “zusammenbauen”. mit ein wenig übung ist das compilieren kein problem und man ha vorher die möglichkeit den quellcode zu untersuchen.
was mir aufgefallen ist, das es zu wirklich jedem thema ein tool, script oder eben ein fertiges programm umsonst gab. ich hatte nie das gefühl “das gibts nicht”.

mein umstieg hat bisher perfekt funktioniert. man fühlt sich an den ersten tagen noch ein wenig seltsam aber mit der zeit ist es eher ein gefühl des schneller von windows weg ruderns geworden. ich werde windows aber auch weiterhin benutzen. für eine aufgabe für die es wie geschaffen scheint: zum spielen

One Response to “[zwischenstand] ubuntu 8.04 im produktiven (web)einsatz”

  1. Gonzo Says:

    Ein sehr schön geschriebener Artikel. ICh war mehr als geschockt als ich meinen USB Drucker eingeschaltet habe und Ubuntu ihn automatisch eingerichtet(Treiber) und zum drucken vorbereitet hat. Leider habe ich die komplette umstellung noch nicht geschafft. Arbeite aber weiter daran. Gruß G