legenden über windows und linux

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ich bin seid etwa einem monat auf linux. ubuntu 8.04 um genau zu sein. keine besonders lange zeit, vor allem nicht um jetzt lauthals davon zu schwärmen. allerdings arbeite ich schon seid ein paar jahren auf servern die unter debian laufen. ein vorteil der sich immer mehr bemerkbar macht. die konsole ist mein freund :-)
ich hatte bereits mehrfach über meinen umstieg geschrieben (linux), wie toll ich hier alles finde und was mir das system alles abgenommen hat. daran hat sich nichts geändert. ganz im gegenteil, ich denke es würde viel mehr menschen einen computer mit linux benutzen wenn man sie dazu zwingen würde ;-)

in diesem artikel möchte ich versuchen den “noch windows” nutzern einen kleinen einblick in diese welt zu geben. auch wenn ich mich als linux desktop anfänger sehe, habe ich einen ausblick genießen können der mir wirklich gefällt.
unter windows habe ich seid ein paar jahren eigentlich immer das beklemmende gefühl gehabt, das jeden tag ein neuer mega wurm kommt und mich meines computers bemächtigt. auch wenn mein system immer recht gut gesichert war, mit fest abgesicherter firewall, einem virenkiller der in allen möglichen test gut abgeschlossen hat, ich niemals dateianhänge geöffnet habe die man mir per mail gesandt hat, hatte ich immer dieses dunkelgrüne gefühl im hinterkopf. aber hier geht es jetzt nicht um windows. wenn man anfängt sich mit linux auseinander zu setzten ließt man immer wieder “linux ist offen, du kannst alles einsehen und ändern”.
aber was ist damit gemeint?
der normalsterbliche hat wohl kaum die fähigkeiten dazu. braucht er auch nicht, denn es gibt genügend leute die das können und machen. das kann man sich so vorstellen wie eine horde kiddies die mit lego basteln. der eine schraubt an seiner konstruktion rum und zeigt es den anderen. die bauen das nach und verbessern eine kleinigkeit oder bemängeln fehler. und genau so ist es in der elektronischen welt eben auch.

als erstes möchte ich euch den artikel linux ist nicht windows ans herz legen. für jeden interessierten der mit dem gedanken spielt zu wechseln, sicher eine der besten quellen überhaupt. es geht um vergleiche, um verschiedene perspektiven und nicht zuletzt um eine aussage: linux kann gut sein, aber es muß nicht gut für dich sein. als gamer ist man zum beispiel sicher nicht perfekt aufgehoben. obwohl es mittlerweile eine ständig wachsende zahl an spielen gibt, kommt man dabei um windows einfach nicht herum.
eine kleine aufstellung was welches betriebssystem besser kann gibt es in dem artikel von windows zu linux. ein sehr kurzer zwar, aber ich finde ihn sehr treffend.

nun, was habe ich erlebt?
wie man an meinen vorhergegangenen beiträgen lesen kann, hat die reine installation einfach nur perfekt geklappt. es wurde eigentlich alles an hardware erkannt und ich konnte sofort loslegen. aber früher oder später trifft man ja doch auf gewisse grenzen. gut das es dann ein paar sehr hilfreiche webseiten gibt. zum beispiel das forum http://forum.ubuntuusers.de/
das wiki ist in einem klasse zustand und selbst ich merke das dort gearbeitet wird. aber damit nicht genug, in einem irc chat geben diverse member fast rund um die uhr hilfestellung. auf dem server irc.freenode.net im channel #ubuntu-de bekommt man diese hilfe.
also nochmal in einfachen worten: kostenlose, kompetente hilfe von fremden die dafür nichts bekommen.

ok, es ist nicht einfach zu linux zu wechseln. das liegt aber nicht am system, sondern viel mehr an uns selbst. nachdem ich jetzt ein paar wochen ausschließlich mit ubuntu gearbeitet habe finde ich windows schon ganz schön kompliziert. ich hätte nicht gedacht das ich es so schnell “verlernen” würde. also gebt euch einen ruck und probiert es aus.
mein system ist jetzt vor viren, seuchen und bundestrojanern sicher. jedesmal wenn sich eine neue aufgabe ankündigt finde ich eine kostenlose hochprofessionelle software und hilfe von menschen die ich nicht kenne. am besten gefällt mir dabei dieses gefühl wenn man es geschaft hat. freude, könnte man es nennen. oder auch bestätigung “ich habe feuer gemacht”.

mit meinem computer scanne ich dokumente ein, ich maile, surfe, höre musik, schaue filme, lade daten hin und her, kann mich mit jedem server oder jeder quelle verbinden, habe höhere transferraten bei mir im netzwerk als unter windows mit der gleicehn hardware, ich drucke, skype, messenge, rippe webradio-dvd-cd-streams, bearbeite webseiten mit dreamweaver, habe ein virtuellen windows rechner, bin mir sicher das niemand meine freigaben öffnen kann, kann von aussen auf meine freigaben zugreifen, clicke jeden tag 25% weniger auf meine maus, habe einen 3D desktop der einem die sprache verschlägt, ich bearbeite vektorgrafiken, retuschiere bilder, baue remote verbindungen zu jedem ziel auf, scanne dokumente mit einem click als pdf und bin stolzer user des XBMC.

wer sagt das man ja photoshop, corel und dreamweaver nicht unter linux ans laufen bekommt der hat sich geschnitten. zugegeben, es läuft nicht jede version. aber so gut wie immer die letzte funktioniert mit wine, dem windows “nicht” emulator. allerdins stellt sich mir immer öfter die frage, ob ich diese programme denn überhaupt noch brauche.

photoshop = gimp
dreamweaver = kompozer, gedit
corel = inkscape

ja, das ist richtig. gimp kann nicht alles was photoshop kann. das hier ist auch nur MEINE liste der programme die ICH benutze. gimp lädt erstmal viel schneller als psd, und es bietet eine auswahl an werkzeugen mit denen man sehr, sehr viel anstellen kann. für den webbereich nach meiner ansicht absolut ausreichend.
mit dreamweaver habe ich mir html beigebracht und anschließend damit verlernt. einfach deshalb weil die software dem user zu viele entscheidungen abnimmt. nicht das es schlecht wäre, aber als mensch der gern mal einen blick dahinter wirft und meistens die sache anders anpackt eben nicht mehr ausreichend. für die alltäglichen änderungen benutze ich sogar nur noch gedit, einem kleinen editor. mit dem desktop fenster manager nautilus (das ist das gegenstück zum windows explorer) kann man probemlos eine ftp, scp, ssh oder was weis ich noch verbindung zu einem webserver herstellen und die dateien dann bearbeiten als wären sie lokal auf der festplatte.
inkscape “schweben wie ein schmetterling, stechen wie eine bine”
das was vorher vom speichermonster corel an trägheit mitgebracht wurde ist jetzt mit inkscape geschichte. auch hier kann man wieder sagen das corel viel mehr funktionen hat. ja hat es. als ex-werbetechniker sage ich: vom funktionsumfang arbeite ich auch jetzt noch am liebsten mit corel 9. viel nützliches ist danach nicht mehr gekommen. inkscape ist der kleine bruder mit speziellen fähigkeiten. mit keiner anderen software habe ich bilder so schnell und präzise vektorisiert wie hier. noch dazu ist es auch wieder eine opensource freeware.

der opensource gedanke schwingt eigentlich immer und überall mit. niemand zwingt mich eine software zu kaufen. ich habe bisher noch keine shareware gefunden (auch wenn man mir sagte das es das auch hier gibt). aber man fühlt sich nicht wie ein öko hippi, der alles was er nicht toll findet verteufelt. viel eher als ein moderner samurai der einen anderen weg geht.

One Response to “legenden über windows und linux”

  1. Storys from the real life Says:

    Nachtrag zu gestern……

    yigg_url=”;Nachdem ich HIER gestern ja schon nahezu zum Spenden aufgerufen habe, möchte ich heute kurz etwas zur Materie sagen.
    Der kleine, MacBook verliebte Kamerad ist da nicht ganz allein auf der Welt, denn die Beliebtheit der Apfel-Produkte nim…